Zuständigkeiten

Neue Fundtierversorgung im Landkreis Göppingen ab 01.01.2018

Ab dem 01.01.2018 ist das Tierheim Göppingen nur noch für die Stadt Göppingen und deren Stadtteile zuständig
(siehe grüne Zone)

  • Bartenbach mit Lerchenberg und den Krettenhöfen
  • Bezgenriet
  • Faurndau
  • Hohenstaufen mit Hohrein
  • Holzheim mit Manzen, St. Gotthard und Ursenwang
  • Jebenhausen
  • Maitis mit Lenglingen

Sie erreichen das Tierheim Göppingen unter den folgenden Nummern:

  • 07161 / 7 89 69 (Beratung von 11:00 – 13:00 Uhr)
  • 01525 / 283 6466 (Notfallhandy von 09:00 – 17:00 Uhr)
  • 0177 / 3 59 09 02 (Tierrettung Mittlerer Neckar von 17:00 – 09:00 Uhr)

Für alle nicht genannten Gemeinden übernimmt die neue Tierschutzkooperative (bestehend aus Katzenschutz Donzdorf / Tierherberge Donzdorf und Tierschutzverein Geislingen-Türkheim) die Fundtierversorgung, die unter den folgenden Telefonnummern erreichbar sind:

  • 07162 / 94 32 88 (Tierherberge Donzdorf)
  • 07162 / 2 11 20 (Katzenschutz Donzdorf)
  • 07331 / 93 17 22 (Tierschutzverein Geislingen)

Bitte haben Sie Verständnis, dass das Tierheim Göppingen keine Tiere aus der roten Zone annehmen und versorgen kann. Die Zuständigkeiten sind durch die neuen Verträge mit den Gemeinden klar geregelt, wenden Sie sich bitte an die neue Tierschutzkooperative.

Stellungnahme des Vorstandes zu den Hintergründen:

Die Versorgung von Fundtieren ist eine Pflichtaufgabe der Kommunen, die diese an die Tierheime abgetreten haben. Die Kommunen als zuständige Fundtierbehörde bezahlen den Tierheimen dafür eine Pauschale.

Die alte Tierschutzkooperation (Tierschutzverein Göppingen / Katzenschutz Donzdorf / Tierschutzverein Geislingen) hatte die alten Fundtierverträge gegenüber den Gemeinden zum 31.12.16 gekündigt, da sich die KOOP-Partner einig waren, dass die von den Gemeinden bezahlten Gelder seit langem nicht mehr kostendeckend waren.

Um gleichzeitig Neuverhandlungen zu einer aufwandsgerechten Verteilung der Gelder innerhalb der Kooperation zu ermöglichen, hat der TSV Göppingen die Mitgliedschaft in der Kooperation bereits am 09.07.2016 mit Wirkung zum 31.12.2017 gekündigt. Der TSV Göppingen war nicht mehr bereit, die mangelhafte Kooperation, die Unterlassung notwendiger Abstimmungen und die fehlende Transparenz innerhalb der Kooperation weiter mitzutragen. Der TSV Göppingen hat beispielsweise als einziges Mitglied der Kooperation seine Bilanzen gegenüber den Kooperationspartnern offengelegt, um den Anteil der Fundtierkosten an den Gesamtkosten darzustellen.

Nach langen Verhandlungen unter Moderation des Deutschen Tierschutzbundes hatte man sich zur Fortführung der bestehenden Kooperation geeinigt und sich ein gemeinsames Ziel für die neuen Verträge gesetzt: Die bestehende Bezahlung von 10% der Hundesteuer sollte durch ein im Tierschutz weithin praktiziertes Modell – die sogenannte Einwohnerpauschale – ersetzt werden. 96 Cent sollte jede Gemeinde je Einwohner für die Fundtierversorgung entrichten.

Am 02.05.2017 hat der Vorsitzende der bestehenden Kooperation (gleichzeitig Vorsitzender des Katzenschutzes Donzdorf) darüber die Bürgermeister des Landkreises informiert. Die interne Aufteilung der Gelder sollte bis Ende 2017 geregelt werden. Ohne Wissen des TSV Göppingen gründete in den Folgemonaten der Kooperationsvorsitzende eine neue Kooperative (Katzenschutz Donzdorf / Tierherberge Donzdorf / TSV Geislingen) und bot die Dienstleistung der neuen Kooperative bei den Bürgermeistern für 77 Cent / Einwohner an. Dies entspricht nicht den Empfehlungen des Deutschen Tierschutzbundes in Höhe von 96 Cent pro Einwohner.

Bis Ende 2017 existierten also zwei Kooperationen mit zwei unterschiedlichen Vertragsangeboten. Der Katzenschutz Donzdorf und der TSV Geislingen waren gleichzeitig in beiden Kooperationen Mitglied. Die Gemeinden entschieden sich überwiegend für das günstigere Angebot der neuen Kooperative. Themen wie eine Nachtversorgung, Überbelegung, Exoten, Kleintiere, Tierrettung und interner Verteilungsschlüssel wurden bisher nicht geklärt.

Erst als Ende Oktober 2017 bekannt wurde, dass ohne Wissen des TSV Göppingen Verträge mit den Kommunen abgeschlossen wurden, hat der TSV die Kündigung mit den Kooperationspartnern bekräftigt und den Gemeinden eigene Fundtierverträge zugesandt. Mit der Stadt Göppingen stand der TSV Göppingen – bedingt durch das „örtliche Tierheim“ – schon in Kontakt und Verhandlungen, es gab jedoch zu keiner Zeit einen unterschriebenen Vertrag mit der Stadt Göppingen.

Bereits im Oktober 2016 hat der TSV Göppingen in der Bürgermeisterversammlung ein in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Tierschutzbund erarbeitetes Konzept vorgestellt, wie die Tierschutzvereine sich den Landkreis aufteilen könnten, um kurze Fahrtwege und dadurch schnelle Reaktionen anbieten zu können. So gäbe es auch genügend Kapazitäten für die Fundtiere aus dem ganzen Landkreis.

Wir bedauern die Entwicklung der letzten Jahre, denn in der Tat leiden nun die Tiere unter diesen neuen Verträgen. Das Tierheim Göppingen benötigt eine faire Erstattung der Kosten für die Fundtierversorgung. Das große Tierheim und 6 Vollzeitmitarbeiter müssen bezahlt werden. Der TSV Göppingen kann nicht verhindern, dass es günstigere Dienstleister gibt. Geschultes Personal und eine Rund-um-die Uhr-Versorgung zum Schutz des Tierwohls hat jedoch seinen Preis und kann nicht zu Dumpingpreisen geleistet werden.

Ein Vertrag mit der Stadt Göppingen ist abgeschlossen, der eine kostendeckende Bezahlung für die Göppinger Fundtiere gewährleistet. Die freien Kapazitäten und Dienstleistungen des Tierheims Göppingen werden nun reduziert und stehen zu 100% der Stadt Göppingen und deren Stadtteilen zur Verfügung.

Kommen Sie gerne bei Fragen auf uns zu.
Sie erreichen uns unter vorstand.tsv@tierheim-goeppingen.de.

Der Vorstand des Tierschutzvereins Göppingen u.U. e.V.