Jahr 2012
 Jahr 2011
 Jahr 2010
 Jahr 2009
 Jahr 2008
 Jahr 2007
 Jahr 2006
 Jahr 2005
Tierschutzverein Göppingen und Umgebung e.V.
Träger des Tierheims »Ulrich Schol«
   Home      Tiere      Tierheim      Projekte      Spenden      Verein       Presse       Infos      Kontakt   
Ausgesetzte Hunde schöpfen neue Hoffnung

Aus der NWZ vom 17.12.2011

Göppingen. Hunde, die von ihren Besitzern ausgesetzt wurden, finden im Tierheim eine neue Bleibe. Über die Schicksale der Vierbeiner können sich Besucher bei der Tierheim-Weihnacht informieren.

Lenny ist einer von vielen. Der Mischling wurde angebunden an einem Zaun gefunden. In der Nähe lagen eine Tüte mit Hundefutter und ein Zettel, auf dem stand: "Liebe Finder, bitte kümmern Sie sich liebevoll um den kleinen Lenny." Die engagierten Mitarbeiter im Göppinger Tierheim haben Lenny aufgenommen und gepflegt. Jetzt gehört der Vierbeiner zu den Hunden, die in liebe Hände abgegeben werden sollen. Ebenso wie Lea. Auch sie wurde in diesem Sommer ausgesetzt. Angebunden an einem Baum, dabei ein Zettel, auf dem stand: "Zum Mitnehmen". Der Finder brachte die Hündin ins Tierheim.

Für Eberhard Neubrand, den Vorsitzenden des Göppinger Tierschutzvereins, sind Lea und Lenny nur zwei Fälle, die seit den Sommerferien ihn und seine Mitstreiter beschäftigen. "Oft", so weiß Neubrand, "werden im Sommer die Tiere ausgesetzt, die an Weihnachten zuvor geschenkt worden sind." Der Tierschützer ist deshalb der Meinung, dass ein Tiergeschenk zum Fest gut überlegt sein sollte. Anders als Sachgeschenke brauchen Tiere Zuneigung, Ansprache und Zeit. Und letztlich kosten Tiere auch Geld. Zu Futter und Hundesteuer kommen auch immer wieder Tierarztrechnungen. Schnell fühlen sich Menschen, die sich oder ihren Kinder zu Weihnachten eine "tierische Freude" machen wollten, überfordert und setzen das Tier zur Urlaubszeit dann aus. Neubrand schlägt vor, sich vor dem Kauf eines Tieres genau zu erkundigen, wie groß der Pflege- und Zeitaufwand, den es erfordert, wirklich ist und ob man selbst bereit ist, diese Zeit zu investieren. Über die Schicksale von Lenny und Lea informieren die Tierheim-Mitarbeiter auch morgen, Sonntag, zwischen 11 und 17 Uhr bei der Tierheim-Weihnacht, zu der die Bevölkerung eingeladen ist.

Aus dem Göppinger Tierheim gibt es zu Weihnachten aber auch gute Nachrichten zu vermelden. Der Neubau des Katzenhauses geht seiner Vollendung entgegen. Im Frühjahr soll das Haus eingeweiht werden. Zudem gibt es Neuigkeiten von Yagmur. Die junge Kangal-Hündin war mit einem schweren Hüftleiden im Tierheim von ihrem Besitzer abgegeben worden. Die notwendige Operation an dem Hund sollte 3000 Euro kosten.

Geld, das der Tierschutzverein nicht hatte. Auf Grund des Spendenaufrufs in der NWZ fanden sich jedoch Tierfreunde, die für die OP-Kosten zusammengelegt haben. "Wir sind überwältigt von der großen Hilfsbereitschaft und möchten uns bei allen recht herzlich bedanken, die uns durch ihre Spende bei der Finanzierung der schwierigen und aufwendigen Hüft-OP unterstützt haben", schrieben die Tierheim-Mitarbeiter an die NWZ. Am 22. September wurde Yagmur in der Tierklinik Dr. Neuhofer in Ulm operiert. Die Abschlussuntersuchung fand am 21. November statt.

Yagmurs Genesung schreitet nach anfänglichen Problemen - die OP-Wunden wollten nicht heilen - nun gut voran. Zu ihrem Glück fehlt der jungen Hündin nur noch ein geeignetes neues Zuhause bei lieben Menschen.

Info Spenden an den Tierschutzverein Göppingen können auf folgende Konten überwiesen werden: Volksbank, Konto 332535002, BLZ 61060500 oder Kreissparkasse, Konto 144533, BLZ 61050000.


Gefunden: Ein Spaziergänger entdeckte Lea an einem Baum.

Ausgesetzt: Lenny war an einem Zaun angebunden.


Abgegeben: Yagmur hat ihre Hüftoperation gut überstanden.


Impressum - Seitenübersicht - Suche