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19.04.2008 Tierheim auf gutem Weg

NWZ

Erscheinungsdatum: Samstag 19.04.2008

Aus den Kreisvereinen

Tierschutzverein Göppingen

 

Tierheim auf gutem Weg

Neuer Vorsitzender Eberhard Neubrand will Tierschutzverein aufwerten

Beflügelt von den lobenden Worten des Oberbürgermeisters in der jüngsten Hauptversammlung will der neue Vorsitzende Eberhard Neubrand Tierschutzverein und Tierheim weiter nach vorne bringen.

JOA SCHMID

Göppingen

Die Zeiten, als der Göppinger Tierschutzverein vor allem durch Streit und Zerwürfnisse von sich reden macht, sind lange vorbei. "In den vergangenen Jahren hat sich der Verein und das Tierheim positiv entwickelt, auch im Tierschutzverband sind wir wieder anerkannt", ist sich der neue Vorsitzende Eberhard Neubrand sicher. Der CDU-Stadtrat hat Hans Günther Märkle, der aus beruflichen Gründen nicht mehr antreten wollte, in der jüngsten Hauptversammlung als Vorsitzender abgelöst. Märkle hinterlässt ein gut bestelltes Feld. Feste Strukturen, bauliche Erneuerungen und die neue Jugendgruppe zeichneten für die positive Entwicklung des Tierschutzvereins verantwortlich, sagt er. All das habe dazu beigetragen, das Göppinger Tierheim wieder auf feste Füße zu stellen. Jetzt hat Märkle seinem Stellvertreter das Feld überlassen.

Neubrand, der auch privat Hunderte von Tieren beherbergt - seine Frau Doris hat die Igelstation mit 38 Tieren übernommen - engagiert sich seit neun Jahren für den Tierschutzverein. Er möchte den Aufwärtstrend zusammen mit dem Vorstand fortsetzen. Ihm zur Seite stehen sein Stellvertreter Roland Elbl, Schriftführerin Natalie Walter, Kassenführerin Andrea Landwehr, Öffentlichkeitsarbeiterin Heike Esslinger, die Tierschutzbeauftragten Ivonne Regel und Markus Proß sowie die Kassenprüfer Claudia Kühnle und Sven Allinger. "Wir wollen den Verein als Team betreiben", erklärt Neubrand. Die Mitgliederzahl, die in den vergangenen Jahren dank der Jugendgruppe und den Angeboten im Ferienprogramm stets gestiegen ist und zuletzt bei rund 500 Mitgliedern lag, soll weiter wachsen. Besonders das Göppinger Tierheim mit seinem jährlichen Kostenaufwand von 190 000 Euro sei eine große Aufgabe, die es zu stemmen gelte, betont Neubrand. Allein die Tierarztkosten - inklusive der Medikamente - betragen jährlich 37 000 Euro. Zudem stehen in den nächsten Jahren Renovierungskosten in Höhe von 300 000 Euro an. Trotz der Zuschüsse, die die Gemeinden für die Betreuung von Fundtieren bezahlen - Neubrand: "Eigentlich wäre das ja deren Aufgabe" - , ist der Verein auf Spenden angewiesen. Anders lässt es sich nicht machen, sagt der neue Vorsitzende. Und. "Wir betrachten den Tierschutz auch als soziale Arbeit."


November 2007: Die Tierschutzjugend trifft sich im Göppinger Tierheim. Vor allem die Jugendarbeit hat dazu beigetragen, dass die Mitgliederzahl im Göppinger Tierschutzverein gestiegen ist. Foto: Archiv

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