Für Haustiere und auch für frei lebende Wildtiere ist die Knallerei zu
Silvester alles andere als ein „tierischer Spaß“. Die ungewohnt lauten Geräusche
verängstigen sie und können den Vierbeinern den Jahreswechsel zur Qual machen.
Für Tierhalter gilt: Haustiere brauchen in der Silvesternacht besondere
Aufmerksamkeit und geeignete Rückzugsmöglichkeiten. Die Bevölkerung wird
ermahnt, sowohl am Waldrand, auf Waldlichtungen wie auch in der Nähe von
Parkanlagen, Stallungen oder Privathaushalten mit Tieren „knallerfreie Zonen“
einzuhalten und auf keinen Fall Feuerwerke zu zünden
Tierhalter sollten schon in den Tagen vor Silvester Vorkehrungen treffen und
zum Beispiel Hunde in bewohnten Gebieten nur noch angeleint ausführen. Kracher
könnten sie in panischem Schrecken davonlaufen lassen. Für Hunde, Katzen, Vögel,
Meerschweinchen, Hamster und alle anderen Kleintiere ist der ruhigste Raum der
Wohnung am Silvesterabend das beste Quartier. Bei geschlossenem Fenster und
heruntergelassenen Jalousien sind sie von dem Trubel gut abgeschirmt. Der Vogel-
und Kleintierkäfig sollte dabei weit vom Fenster entfernt stehen und zusätzlich
durch ein großes Tuch abgedeckt werden. Am besten ist es, wenn die bekannte
Bezugsperson an einem solchen Abend bei den Tieren bleibt und ihnen durch einen
bewusst ruhigen und entspannten Umgang Sicherheit vermittelt. Auf gar keinen
Fall sollten Beruhigungspräparate ohne Rücksprache mit einem Tierarzt
verabreicht werden.
Wildtiere in Wald und Flur sind die Knallerei in der Silvesternacht gar nicht
gewohnt. Deshalb appelliert der Göppinger Tierschutzverein dringend an alle
Feiernden, besonders am Waldrand, auf Waldlichtungen, Parkanlagen, Stallungen
oder auch in der Nähe von Privathaushalten mit Tieren auf keinen Fall Feuerwerke
zu zünden.
Generell sollte sich jeder fragen, ob es sinnvoll ist, Unsummen von Geld für
ein scheinbares Vergnügen auszugeben, das von der Böllerindustrie suggeriert
wird. „Die jedes Jahr verpulverten Millionen sollten nachdenklich stimmen“,
mahnt Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Wir raten das
eingeplante Geld nicht komplett zu verknallen, sondern sinnvollen Zwecken und
Einrichtungen beispielsweise den Tierschutzvereinen mit ihren Tierheimen
zuzuführen“, so Apel.