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Tierschutzverein Göppingen und Umgebung e.V.
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12.02.2007 Faschingsumzug

Tierschutzverein plädiert für Faschingsumzüge ohne Tiere!

Mit dem Appell an alle Hundehalter und Organisatoren der Faschingsumzüge: “Nehmen Sie ihre Vierbeiner nicht auf Fastnachts-Veranstaltungen mit und gestalten Sie die Umzüge ohne Tiere, denn Sie erleiden dort wirkliche seelische Qualen und können bleibende Schäden des Gehörsinns davon tragen“, macht der Vorsitzende des Göppinger Tierschutzvereins , Hans Günther Märkle auf die Gefahr für die Tiere aufmerksam.

„Angesichts der unbegrenzten Möglichkeiten, Faschingsumzüge motivisch und thematisch zu gestalten, ist es auch jenseits des Tierschutzgedankens völlig unnötig, Tiere bei Fastnachtsveranstaltungen und Umzügen  einzusetzen,“ so der Vorsitzende des Göppinger Tierschutzvereins, Hans Günther Märkle, Mit dieser Bitte appelliert er an die Karnevalsgesellschaften und die Besucher. „Der Lärm und die Vielzahl anderer Reize, die dort auf die Tiere einprasseln, sind für diese eine Tortur“, so Märkle weiter.

Leider werden auf Umzügen immer wieder Ziegen, Geißböcke, Schafe, ja selbst Ochsen mitgeführt. Der Verweis auf entsprechende Traditionen kann als Rechtfertigung nicht akzeptiert werden und ist außerdem historisch unwahr. Die Fastnacht von heute wurde nämlich erst im 19. Jahrhundert im Zuge der Romantik neu belebt und zwar vom gehobenen Bürgertum. Davor war sie völlig in der Versenkung verschwunden. Und wer sich gar auf die Anfänge der Fastnacht (im 14. Jahrh.) beziehen sollte, könnte nachlesen, dass zu dieser Zeit Nutztiere viel zu wertvoll waren, als dass sie zu närrischen Zwecken hätten herhalten müssen.

Auch die Hundehalter unter den Umzugsbesuchern sind dringend gebeten, ihre Vierbeiner nicht auf den Faschingsumzug mitzunehmen. Hunde hören speziell im Hochfrequenzbereich ungleich empfindlicher als Menschen. Wer also von seinem eigenen Gehörsinn auf seinen Hund schließt, begeht einen großen Fehler. Laute Veranstaltungen wie Faschingsumzüge sind für Hunde eine Tortur Hinzu kommt die allgemeine Reizüberflutung auf solchen Veranstaltungen durch die sich in Bewegung befindenden Menschenmassen und deren „fröhlichem Gedränge“. Auf Fastnachtsumzügen prasseln auf die Hunde zahllose Reize nieder, auf die sie nicht reagieren können, was für die Tiere ein zusätzlicher enormer Stress bedeutet!“ Zum Wohle ihres geliebten Vierbeiners sollten Sie diesen besser zuhause lassen“, so der Vorsitzende.

 


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