Anlässlich des 125 jährigen Bestehens des Deutschen Tierschutzbundes
reiste eine Delegation des Göppinger Tierschutzverein nach Berlin, wo das größte
europäische Tierheim ist. Mit mehreren Veranstaltungen rund um den Tierschutz
feierten Tierschützer aus ganz Deutschland dort dieses Bestehen.
Der Präsident des Verbandes, Wolfgang Apel, begrüßte als Festredner den
Verbraucherschutzminister der CSU, Herrn Horst Seehofer. Die Vorstände des
Göppinger Tierschutzvereins, Herr Hans-Günther Märkle und Herr Eberhard Neubrand
überraschten den Minister mit einem Märklinwaggon als Präsent aus ihrer Stadt.
Kam Ihnen doch zu Ohren, dass der Minister ein großer Märklinfreund ist.
Präsident Apel ging in seiner Festrede vor allem auf die großen Erfolge ein,
welche sich in 125 Jahren Tierschutz bewegt haben. Ein Dank ging hierbei auch an
den Minister Seehofer, dass Tiertransporte nicht mehr subventioniert werden und
Tierquälereien verboten sind. Aber wird dieses Gesetz auch richtig angewendet?
In der Realität gibt es die Massentierhaltung, die Tierversuche werden immer
mehr, die schrecklichen Zustände in den Pelztierfarmen und letztendlich auch die
Käfighaltung der Legehennen zeigen auf, dass unsere Tiere nach wie vor
ausgebeutet und benutzt werden. Aber auch der Verbraucher ist gefordert, bei
seinem Einkauf kritischer auf die Herkunft der Ware zu achten.
Renate Künast, Fraktionschefin der Grünen als weitere Festrednerin betonte
ebenfalls, dass wir uns die Tieren nicht untertan machen sollen sondern mit
ihnen leben. Unter der jetzigen Regierung werden junge Landwirte wie auch der
Tierschutz etwas mutlos. Sie forderte den Tierschutzbund mit seinen 800 000
Mitgliedern als stärkster Bund für die Tiere auf, weiter zu kämpfen, denn
gemeinsam können wir unerträglich werden zum Wohle unserer Tiere.
Bei einer Podiumsdiskussion unter dem Motto „Tierschutz bewegt“ war der
Präsident des Verbandes, Herr Apel nochmals sehr stark gefordert. Vor allem die
Aussagen von Herrn Goldmann, Sprecher der FDP für Ernährung und Landwirtschaft,
zur zukünftigen Regelung der Legehennenbatterien und weiterer
tierschutzrelevanten Tierschutzthemen brachten sowohl den Präsidenten wie auch
die Zuhörer an den Rand des erträglichen.
Die zwei interessanten Tage haben den Tierschützern ganz klar aufgezeigt,
dass Tierschutz immer ein in Bewegung bleibendes Thema bleiben muss. Unsere
Tiere haben keine Lobby, sie brauchen unseren Schutz mehr denn je.