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Tierschutzverein Göppingen und Umgebung e.V.
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Tierschutzfälle

Auf diesen Seiten haben wir uns dazu entschlossen, Ihnen eklatante Tierschutzfälle aus unserer tagtäglichen Praxis zu beschreiben. Warum? Weil wir immer wieder gefragt werden: "Wozu gibt es euch denn noch? Das braucht man doch in Deutschland nicht mehr!" Dem würden wir gerne zustimmen, aber leider sieht die Realität ganz anders aus.

Also bleiben Sie wachsam und informieren Sie uns. Wir gehen jeder Tierquälerei durch unser ausgebildetes Tierschutzberaterteam nach.

 

Juli 2006

In Göppingen im Eichert schleppt sich der einjährige Kater Felix nach Hause. Der Unterkiefer fehlt fast völlig und der Oberkiefer ist komplett zertrümmert. Die entsetzte Halterin muss Ihre Katze beim Tierarzt einschläfern lassen, da er nie wieder fressen hätte können und erfährt weiterhin von ihm, dass eine solche Verletzung nicht durch einen Autounfall verursacht worden sein kann. Es liegt der Schluss nahe, dass irgendjemand die Katze "verscheuchen" wollte und ihr dabei z.B. mit der Gartenschaufel auf den Kopf geschlagen hat. Es wurde Anzeige gegen unbekannt erstattet. Leider in diesem Gebiet nicht der erste Fall.

 



Im Mai 2006 wurde der kleine rot-getigerter Kater Fritz in Schwäbisch Gmünd als vermisst gemeldet. Im Juli 2006 bringt ein Mann Fritz samt Suchplakat von der Gartenmauer zurück. Er kassiert den Finderlohn, um dann mitzuteilen, dass er den Kater in seinem Garten eingefangen hätte, weil er so niedlich war. Er war in seiner Wohnung als Spieltier für ein Mädchen eingesperrt worden. Kurz vor der Rückgabe von Fritz hat der Mann ein neues herumstreifendes Babykätzchen als neuen Spielkamerad eingefangen ...

 


August 2006

Seit Samstag, 19.08, fehlte unser Perser-Kater Gizmo. Wir haben ihn Tagelang gesucht, alle Nachbarn befragt, Suchplakate aufgehängt usw. Am Sonntag 27.08., also 8 Tage später, kamen unsere Nachbarn aus dem Urlaub nach Hause. Als sie ihren Abfall in die Mülltonne werfen wollten, stockte ihnen der Atem: Da lag Gismo schwer verletzt und immer noch am Leben in der Mülltonne!

Wir gehen davon aus, dass Gizmo am Samstag Morgen (19.08) von einem Auto angefahren und von dem Autofahrer einfach in dieser Mülltonne "entsorgt" wurde. Dabei hat es diesen Menschen offensichtlich nicht gestört, dass das Tier noch am Leben war.

Wir liefen 8 Tage land an dieser Mülltonne vorbei und haben nach ihm gerufen! 8 Tage schwer verletzt, regungslos, ohne Wasser und Fressen in der dunklen Mülltonne. Nach Beguachtung durch den Tierarzt, war sein Gesundheitszustand so schlecht, dass er eingeschläfert werden musste!

Als Tierschutzverein bleibt uns nur anzumerken: Eine aktuelle Kampagne des Deutschen Tierschutzbundes heisst RESPEKT. Respekt vor den Tieren, Respekt vor dem Leben und natürlich respekt vor unseren Mitmenschen. Wenn Sie ein Tier anfahren, seien Sie mutig und bringen Sie das Tier zum Tierarzt oder klingeln Sie in der Unfallumgebung, um den Besitzer zu finden. Stellen Sie sich ihrer Verantwortung und erspaaren Sie Tier und Mensch ein solches Leid. Wenn bei Ihnen als Tierbesitzer ein Unfallverursacher klingelt, dann seien Sie dankbar. Wir glauben immer noch an das Gute im Menschen und gehen davon aus, dass niemand absichtlich ein Tier anfährt. Belohnen Sie den Mut des Klingers, in dem auch Sie mit ihm respektvoll umgehen.

 



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