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Tierschutzverein Göppingen und Umgebung e.V.
Träger des Tierheims »Ulrich Schol« |
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24.06.2006 Liebenwalde
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| NWZ |
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Erscheinungsdatum: Samstag 24.06.2006
TIERHEIM / Sieben verwahrloste Vierbeiner finden in Göppingen vorläufig ein
neues Zuhause Für gequälte Hundeseelen beginnt neues Leben
Tierschützer in ganz Deutschland sind empört über die katastrophalen
Zustände, denen 231 Hunde auf dem "Gnadenhof" in Liebenwalde über Jahre hinweg
ausgesetzt waren. Das Göppinger Tierheim hat sieben der verwahrlosten Vierbeiner
aufgenommen. STEFANIE FISCHER
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Fünf Hündinnen und zwei Rüden haben im Göppinger Tierheim vorläufig ein neues
Zuhause bekommen. Es braucht viel Liebe und Zeit der Mitarbeiter von
Tierheimleiter Maik Landgraf, bis die Vierbeiner vermittelt werden können. FOTO:
STAUFENPRESS
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GÖPPINGEN "Die Hunde sind wie kleine Kinder. Sie kennen nichts von der Welt,
müssen alles neu lernen." Mike Landgraf, der Leiter des Tierheims in Göppingen,
ist tief getroffen von dem Schicksal der Vierbeiner aus Liebenwalde.
Seit Jahren hatten sich der Deutsche Tierschutzbund und viele Tierschützer
über die Zustände auf dem so genannten Gnadenhof in Brandenburg beschwert. Doch
erst jetzt griff die Ordnungsbehörde durch und befreite die Tiere am 19. Mai.
Die Tierschützer fanden 231 Hunde vor, die verwildert und vernachlässigt in
Erdlöchern, Wohnwagen und Zwingern hausten. Darunter viele Welpen, verwahrloste
und auch tote Tiere. Einige der Hunde hatten Geschwüre und Verletzungen.
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Unmittelbar nach der Befreiung wurden die Hunde tierärztlich versorgt und
betreut. Zwei Auffangstationen nahmen sie für die Erstversorgung auf. Der
Deutsche Tierschutzbund prüfte das Wesen der Hunde und vermittelte sie am 15.
Juni an 26 Tierheime in ganz Deutschland. Sieben der Hunde im Alter von acht
Monaten bis acht Jahren kamen nach Göppingen.
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"Wir müssen die Tiere erst wieder resozialisieren", erklärt Mike Landgraf.
Sie kennen weder Autos noch Fahrräder und müssen an eigentlich alltägliche
Situationen gewöhnt werden. "Der Bezug zu den Menschen ist zum Glück sehr gut",
freut sich der Leiter. So bereite es noch mehr Freude, sich mit den Hunden zu
beschäftigen. "Sie machen sehr große Fortschritte." Die Pfleger sind glücklich
über jeden kleinen Schritt der Besserung. Doch es sei noch ein langer Weg, bis
die Hunde vermittelt werden können, erklärt Landgraf. Die Tiere seien nur für
erfahrene Hundebesitzer geeignet, die ihnen ausreichend Zuwendung geben können.
"Leider gibt es in Deutschland immer noch viel Elend, das es zu bekämpfen gilt",
sagt der Leiter. Der Tierschutzverein sei sehr dankbar für Hundepaten, um den
Tieren alles geben zu können, was nötig ist.
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