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In deutschen Tierheimen leben etwa 300 000 Hunde. Muss dies als Schicksal
oder als Chance gesehen werden? Soll dies die Endstation oder ein Neustart für
die Hunde sein? Diese sehr wichtigen Themen waren Inhalt eines Seminars des
Göppinger Tierschutzvereins. Mit Sabine Neumann konnte eine Fachfrau gewonnen
werden. Die Referentin ist ausgebildete Animal-Learn-Trainerin bei Clarissa von
Reinhardt am Chiemsee und bei Turid Rugaas in Norwegen, beide in Fachkreisen
besonders anerkannte Persönlichkeiten. Außerdem ist Sabine Neumann durch ihre
praxisnahe Arbeit im Kremser Tierheim in Österreich als Beirätin und
Hundetrainerin ebenso regelmäßig mit der Problematik eines Tierheimes
konfrontiert. 15 ehrenamtliche Helfer des Göppinger Tierschutzvereins sowie
Teilnehmer aus den umliegenden Vereinen Schorndorf, Berglen, Böblingen sowie
angehende Hundetrainerinnen nahmen an diesem sehr lehrreichen und
aufschlussreichen Seminar teil. Das Tierheim gibt vielen Tieren zum ersten Mal
in ihrem Leben das Gefühl, eine Heimat zu haben. Dort erhalten sie ihre
regelmäßig Grundversorgung. Doch ist dies ausreichend? Das war Thema beim
Seminar. Kommt ein Hund ins Tierheim, ist dies erst einmal ein dramatischer
Einschnitt und eine besonders schwierige Situation für jeden Hund. Um Schaden zu
vermeiden, ist dazu großes fachliches Wissen und eine individuelle Betreuung der
einzelnen Hunde Voraussetzung. Der Kontakt und das Vertrauen zu einem Menschen
spielen hierbei eine ganz bedeutende Rolle, was aber erst einmal gezielt richtig
aufgebaut werden muss. Das Seminar war vor allem dahin ausgerichtet,
Verhaltensstörungen, Defizite und Probleme der einzelnen Tiere gezielt zu
erkennen und individuell auf das einzelne Tier entsprechend eingehen zu können.
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