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Tierschutzverein Göppingen und Umgebung e.V.
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25.03.2006 Vogelgrippe

NWZ

Erscheinungsdatum: Samstag 25.03.2006

TIERSCHUTZVEREIN / Aufregung um Vogelgrippe
Gegen Panikmache

GÖPPINGEN Der Tierschutzverein Göppingen macht sich für Katzen als Gefährten des Menschen stark. In Zeiten der Vogelgrippe rät auch der Tierschutzverein Göppingen zu weniger Panikmache, sondern zu mehr Sachlichkeit in der Tierschutzpolitik.

 

"Die Funde von mit dem Vogelgrippe-Virus H5N1 infizierten Katzen bedeuten nicht, dass nun alle Haustiere oder auch Wildtiere potenzielle Virusträger und damit gefährlich sind. Bisher wurde noch nie ein Fall nachgewiesen, bei dem sich ein Mensch an einem Säugetier mit H5N1 infiziert hätte", so Hans-Günther Märkle, Vorsitzender des Tierschutzvereins Göppingen. Viele Mitgliedsvereine im Deutschen Tierschutzbund berichten von vermehrten Tierabgaben aus unbegründeter Angst vor der Vogelgrippe. Die Tierheime und Vereine erhielten darüber hinaus immer häufiger besorgte Anrufe von Tierfreunden. Zudem sind besonders bei den Katzen die Tiervermittlungen rückläufig.

Den Forderungen nach einem gezielten Abschuss von Katzen erteilt der Tierschutzverein Göppingen eine klare Absage, ebenso dem präventiven Töten gesunder Tierbestände in der Nutztierhaltung. Bei der Festlegung von präventiven Maßnahmen dürfe nicht die Frage nach wirtschaftlichen Schäden, sondern die Frage nach Ethik im Vordergrund stehen, so Märkle weiter. Dazu gehöre auch, die Impfung stärker als bisher in die Überlegungen miteinzubeziehen. Eine Impfung der Tierhaltungen bei festen Geflügelbeständen sollte beantragt werden.

 


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