Der Tierschutzverein Göppingen u.U.e.V. macht sich zusammen mit
seinem Dachverband, dem Deutschen Tierschutzbund, für Katzen als Gefährten des
Menschen stark. Die Lage in den deutschen Tierheimen ist derzeit angespannt. Der
Tierschutz braucht mehr Unterstützung durch die Politik, sowohl ideell als auch
finanziell. In Zeiten der Vogelgrippe rät auch der Tierschutzverein Göppingen zu
weniger Panikmache, sondern zu mehr Sachlichkeit in der
Tierschutzpolitik.
Die Funde von mit H5N1 infizierten verwilderten Hauskatzen bedeuten nicht,
dass nun alle Haustiere oder auch Wildtiere potenzielle Virusträger und damit
gefährlich sind. Bisher wurde noch nie ein Fall nachgewiesen, bei dem sich ein
Mensch an einem Säugetier mit H5N1 infiziert hätte. Das stellt Hans-Günther
Märkle, erster Vorsitzender des Tierschutzvereins Göppingen, klar. Viele der
über 700 Mitgliedsvereine des Deutschen Tierschutzbundes mit mehr als 500
vereinseigenen Tierheimen berichteten von vermehrten Tierabgaben aus
unbegründeter Angst vor der Vogelgrippe. Die Tierheime und Vereine, welche den
größten Teil ihrer Kosten aus Spenden finanzieren müssen, erhielten darüber
hinaus immer häufiger besorgte Anrufe von Tierfreunden. Zudem sind besonders bei
den Katzen die Tiervermittlungen rückläufig.
Den Forderungen nach einem gezielten Abschuss von Katzen erteilt der
Tierschutzverein Göppingen sowie auch der Deutsche Tierschutzbund eine klare
Absage, ebenso dem präventiven Töten gesunder Tierbestände in der
Nutztierhaltung. Bei der Festlegung von präventiven Maßnahmen darf nicht die
Frage nach wirtschaftlichen Schäden sondern muss die Frage nach Ethik im
Vordergrund stehen. Dazu gehört auch, die Impfung stärker als bisher in die
Überlegungen mit einzubeziehen. Eine vorbeugende Impfung der Tierhaltungen bei
festen Geflügelbeständen sollte beantragt werden.