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Tierschutzverein Göppingen und Umgebung e.V.
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22.03.2006 Vogelgrippe

Mehr Respekt vor Tierschutz in Zeiten der Vogelgrippe

Der Tierschutzverein Göppingen u.U.e.V. macht sich zusammen mit seinem Dachverband, dem Deutschen Tierschutzbund, für Katzen als Gefährten des Menschen stark. Die Lage in den deutschen Tierheimen ist derzeit angespannt. Der Tierschutz braucht mehr Unterstützung durch die Politik, sowohl ideell als auch finanziell. In Zeiten der Vogelgrippe rät auch der Tierschutzverein Göppingen zu weniger Panikmache, sondern zu mehr Sachlichkeit in der Tierschutzpolitik.

Die Funde von mit H5N1 infizierten verwilderten Hauskatzen bedeuten nicht, dass nun alle Haustiere oder auch Wildtiere potenzielle Virusträger und damit gefährlich sind. Bisher wurde noch nie ein Fall nachgewiesen, bei dem sich ein Mensch an einem Säugetier mit H5N1 infiziert hätte. Das stellt Hans-Günther Märkle, erster Vorsitzender des Tierschutzvereins Göppingen, klar. Viele der über 700 Mitgliedsvereine des Deutschen Tierschutzbundes mit mehr als 500 vereinseigenen Tierheimen berichteten von vermehrten Tierabgaben aus unbegründeter Angst vor der Vogelgrippe. Die Tierheime und Vereine, welche den größten Teil ihrer Kosten aus Spenden finanzieren müssen, erhielten darüber hinaus immer häufiger besorgte Anrufe von Tierfreunden. Zudem sind besonders bei den Katzen die Tiervermittlungen rückläufig.

Den Forderungen nach einem gezielten Abschuss von Katzen erteilt der Tierschutzverein Göppingen sowie auch der Deutsche Tierschutzbund eine klare Absage, ebenso dem präventiven Töten gesunder Tierbestände in der Nutztierhaltung. Bei der Festlegung von präventiven Maßnahmen darf nicht die Frage nach wirtschaftlichen Schäden sondern muss die Frage nach Ethik im Vordergrund stehen. Dazu gehört auch, die Impfung stärker als bisher in die Überlegungen mit einzubeziehen. Eine vorbeugende Impfung der Tierhaltungen bei festen Geflügelbeständen sollte beantragt werden.

 


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Barbara Stangl
Vorstand Öffentlichkeitsarbeit
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