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Tierschutzverein Göppingen und Umgebung e.V.
Träger des Tierheims »Ulrich Schol« |
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04.03.2006 Vogelgrippe
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| NWZ |
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Erscheinungsdatum: Samstag 04.03.2006
VOGELGRIPPE / Vorbereitungen für den Ernstfall im Landkreis laufen weiter auf
Hochtouren Katzen kommen in Quarantäne Lauf- und
Wasservögel im Göppinger Tierpark dürfen Ställe nicht mehr verlassen
Die Ausbreitung der Vogelgrippe schreitet voran, das Virus könnte schon bald
den Kreis Göppingen erreichen. Deshalb laufen hier die Vorbereitungen weiter auf
Hochtouren. Tierheim und Tierpark müssen mehrere Vorsichtsmaßnahmen treffen.
KERSTIN SCHELLHORN
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Trotz Ausbreitung der Vogelgrippe in Deutschland hat das Interesse an Katzen aus dem Göppinger Tierheim nicht nachgelassen. Vorsichtshalber kommen aber Katzen, die gebracht werden, erst einmal in Quarantäne. FOTO: STAUFENPRESS |
Das Veterinäramt hat dem Tierpark Göppingen klare Vorschriften gemacht: Lauf-
und Wasservögel dürfen nicht mehr in freien Gehegen gehalten werden. Enten,
Gänse, Schwäne und Hühner müssen in Ställe gesperrt werden, um den Kontakt mit
Wildvögeln zu verhindern. Bei einem Laufvogel wie dem Emu, der Auslauf auf
großen Wiesen gewohnt ist, sei dies besonders schwer zu bewerkstelligen, sagt
Tierparkchef Heiko Eger. Sollte der Ernstfall eintreten und die Vogelgrippe
ihren Weg in den Landkreis finden, wird sich der Tierpark sofort mit dem
Veterinäramt in Verbindung setzen. Das Amt mit seinem Leiter Dr. Michael
Pettrich trifft derzeit alle wichtigen Vorbereitungen, um im Notfall betroffene
Einrichtungen unterstützen zu können. Die benötigten Schutzanzüge, Handschuhe
und Atemschutzmasken sowie Material für die Probenentnahme seien bereits
angeschafft und im speziell hierfür eingerichteten Logistikzentrum im Göppinger
Stauferpark deponiert worden. "Allerdings wird das Material nur noch restriktiv
an die einzelnen Behörden ausgegeben, da durch den immensen Bedarf Engpässe
entstanden waren", erklärt Pettrich. Desweiteren wurde in der Pappelallee 10, wo
auch das Veterinäramt seinen Sitz hat, ein Krisenzentrum geschaffen, das mit den
Einheiten des Katastrophenschutzes des Landratsamtes zusammenarbeitet. Dort
wurde eine Rufbereitschaft eingerichtet - auf diese Weise sind die Mitarbeiter
rund um die Uhr erreichbar.
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Außerdem existiert seit vergangenen Wochenende ein Kurierdienst, der die
verendeten Vögel oder so genannte Tupfproben von den Tieren möglichst schnell
zum Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) nach Fellbach zur
Laboruntersuchung bringt. Da aber, wie vor kurzem bekannt wurde, das
Vogelgrippevirus H5N1 auf eine Katze übertragen wurde, ist auch hier besondere
Vorsicht geboten. Der Göppinger Tierschutzverein verordnet deshalb allen
eingehenden Katzen Quarantäne. Die Tiere werden dort geimpft, entwurmt sowie von
Flöhen befreit und vom Tierarzt auf Symptome der Vogelgrippe untersucht.
"Glücklicherweise konnten bisher bei keiner Katze solche erkältungsähnlichen
Symptome festgestellt werden", berichtet Heimleiter Mike Landgraf. Trotz der
drohenden Seuche lasse weder das Interesse an Katzen aus dem Tierheim nach, noch
würden mehr Tiere als sonst gebracht.
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Für den Katzenschutz Göppingen-Donzdorf gelten ähnliche Vorgaben wie für den
Tierpark. Nach den Worten des Vereinsvorsitzenden Carl-Friedrich Giese bestehe
aber in Absprache mit dem Amtstierarzt des Veterinäramts kein Anlass, konkrete
Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Die vermittelbaren Katzen werden dennoch in
überdachten Ausläufen mit meist doppelten Zäunen untergebracht. Dadurch seien
die Tiere kaum gefährdet, sich mit dem gefährlichen Virus zu infizieren, sagt
Giese. Die Katzen stünden auch unter Beobachtung.
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