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Tierschutzverein Göppingen und Umgebung e.V.
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31.10.2005 Igel-Bericht

NWZ

Erscheinungsdatum: Montag 31.10.2005

NATURSCHUTZ / Verein gibt Tipps zum Umgang mit Igeln
Nur kranke Tiere pflegen
Wildtier sucht sich jetzt Futter für den Winterschlaf

Der Igel ist jetzt in Gärten und Wäldern besonders aktiv. Die Tiere suchen Nahrung für den nötigen Winterspeck und einen geeigneten Unterschlupf für den Winterschlaf. Morgen, Dienstag, informiert das Göppinger Tierheim über Igel.

 

GÖPPINGEN Gesunde, kräftige Igel überleben den Winter in der freien Natur ohne Probleme. Deshalb raten Tierschützer, Igel nicht aus falsch verstandener Fürsorge aufzunehmen. Der Igel ist ein streng geschütztes Wildtier und gehört nur in menschliche Obhut, wenn er krank, verletzt oder offensichtlich geschwächt ist.

Von Mitte November bis März begeben sich Igel in den Winterschlaf. Dank der auf ein Minimum herabgesetzten Körperfunktionen und der angefressenen Energiereserven können die Tiere bis zu einem halben Jahr ohne Futter auskommen. Igel haben eine sehr gute Überlebenschance, wenn sie 500 Gramm oder mehr wiegen.

Auch hier gibt es Ausnahmefälle wie schwache, verletzte, kranke oder elternlose Igel, die zum Überleben Unterstützung brauchen. Schwache Tiere müssen dazu nicht aus ihrem natürlichen Umfeld gerissen werden. Empfohlen wird die Einrichtung einer Futterstelle in geschützter Lage, außerdem sollten Laub-, Reisig- oder Komposthaufen im Garten belassen werden. Sie bieten den Igeln Schutz vor Wind und Wetter. Zum Füttern eignet sich beispielsweise Igeltrockenfutter aus dem Fachhandel gemischt mit Katzendosenfutter. Jeder, der in Absprache mit dem Tierarzt einen verletzten oder schwachen Igel in seine Obhut nimmt, muss sich bewusst sein, dass die Aufzucht und Pflege von jungen Igeln viel Sachverstand erfordert und zeitraubend ist. Kleine Igel nehmen fünf bis zehn Mahlzeiten täglich zu sich und brauchen einen genauen Fütterungsrhythmus. Ist das Tier vor der Frostperiode wieder gesund, sollte es sofort in die freie Natur entlassen werden. Vermeintlich verlassene Jungtiere sollten zunächst genau beobachtet werden, ehe man die Kleinen in Obhut nimmt.

Informationen rund um den Igel gibt es im Göppinger Tierheim Ulrich Schol morgen, Dienstag, von 14 bis 16 Uhr. Elvira Schmidt und Tanja Gölz, die sich beide seit vielen Jahren hilfebedürftiger Igel annehmen, werden an diesem Nachmittag alle Fragen zum Igel beantworten. Auch wird Besuchern gezeigt, wie man einen Igel richtig anfasst und wie er versorgt wird. Kaffee, Kuchen und Glühwein wird es außerdem an diesem Nachmittag im Göppinger Tierheim geben.

 


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