Rennmäuse graben, klettern, springen, rennen und sind bestens an die
Verhältnisse ihrer kargen Heimat angepasst. Sie bewohnen im Familienverband
natürliche und selbst angelegte Verstecke und Höhlen. Wenn Gefahr droht,
trommeln sie mit den Hinterfüßen auf den Boden und die ganze Sippe versteckt
sich schnell. Doch genau so schnell treibt sie die Neugier wieder aus ihrem
Unterschlupf heraus. Rennmäuse sind weder tag- noch nachtaktiv, sondern leben im
zwei- bis vier- Stunden- Rhythmus, so folgen auf kurze Ruhephasen ebenso kurze
Zeiten der Aktivität.
Rennmäuse lassen sich gut mit einer Mischung aus Nagerfertigfutter (z.B.
Hamsterfutter) und Vogelfutter ernähren. Daneben mögen sie auch frisches Obst
und Gemüse und knabbern gerne an frischen Zweigen. Gutes Heu und Stroh wird
nicht nur gefressen, sondern dient gleichzeitig der Beschäftigung und als
Nestbaumaterial. Rennmäuse sind keine reinen Vegetarier und fressen auch gerne
mal einen Mehlwurm oder ein Insekt. Falls Ihnen das zu eklig ist, können Sie
tierische Nahrung auch in Form von einem Löffel Joghurt oder einem Stück
gekochtem Ei anbieten. Obwohl Rennmäuse wenig trinken, muss natürlich immer
frisches Wasser zur Verfügung stehen.
Als Rennmaus-Behausung brauchen Sie als erstes ein großes Terrarium, welches
natürlich auch ein ausgedientes nicht mehr ganz dichtes Aquarium sein kann. Je
größer, desto besser, denn dann können Sie sich bei der Einrichtung richtig
austoben (Wurzeln, Steine, Äste, Röhren, Höhlen usw.; bitte nur natürliche
Materialien verwenden, das ist nicht nur angenehmer für die Tiere, sondern auch
viel schöner anzusehen als schreckliche bunte Plastikdinger!).