Degus sind tagaktive Nagetiere und leben in ihrer chilenischen Heimat in
großen Sippen zusammen und nutzen Gebüsche, Steinspalten und selbst gegrabene
Höhlen als Verstecke. Ihre Nahrung suchen sie sich im offenen Gelände.
Degus lassen sich gut mit Heu und einer Mischung aus handelsüblichem
Chinchillafutter und Meerschweinchenfutter ernähren. Auf Nüsse sollte bei der
Ernährung verzichtet werden: es schmeckt den Tieren zwar, macht aber enorm dick.
Immer auf dem Speiseplan sollten frische Zweige von Obst- und Nussbaum stehen,
denn diese Leckerei dient zusätzlich zur Beschäftigung und Abnutzung der Zähne.
Das Obst selbst muss bei Degus in jedem Fall weggelassen werden, da sie davon
krank werden. Frisches Trinkwasser bietet man am besten in einer Trinkflasche an
und muss immer zur Verfügung stehen. Kalk-Nagersteine werden gerne
angenommen.
Zunächst muss man wissen, dass es das schlimmste für einen Degu ist, alleine
zu leben. Degus brauchen unbedingt Gesellschaft und sollten bestenfalls in
Gruppen gehalten werden; natürlich nur in gleichgeschlechtlichen Gruppen (bzw.
in gemischt geschlechtlichen Gruppen müssten die männlichen Tiere kastriert
sein). Als zweites brauchen Degus einen unbedingt ausbruchsicheren Lebensraum,
welcher groß genug ist, damit die Tiere darin umher rennen und klettern können;
außerdem muss er Platz bieten für Versteckmöglichkeiten und "Luxuseinrichtungen"
wie Wurzeln, Steine, frische Äste und Zweige, eine Sandbadewanne und natürlich
einen Futternapf.