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Kaninchen
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| Ernährung |
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Damit die Verdauung der Kaninchen funktioniert, benötigen sie Rohfaser. Diese
Rohfaser ist im Heu enthalten. Heu ist somit das wichtigste
Grundnahrungsmittel für Kaninchen. Es hält den Darm in Schwung da es durch den
hohen Rohfaseranteil in großen Mengen aufgenommen und wieder ausgeschieden wird,
es ist wichtig für den Zahnabrieb der Backenzähne und es enthält viele
Mineralien und Vitamine, darüber hinaus ist es ein gutes Beschäftigungsfutter.
Sauberes, frisches Heu muss immer zur freien Verfügung im Kaninchengehege
vorhanden sein. Das Heu muss leicht grünlich sein und aromatisch riechen. Altes,
staubiges, muffiges, schimmliges oder gelbgraues Heu darf nicht verfüttert
werden, da es schwere Krankheiten hervorrufen kann. Zusätzlich sollten
Gräser, Kräuter, Gemüse und in sehr geringen Mengen auch
Obst gefüttert werden. Auch bei durchgehender Fütterung von
frischem Gras und Kräutern ist es wichtig, immer zusätzlich Heu
anzubieten! Kaninchen benötigen kein getreidehaltiges Trockenfutter
und kein trockenes Brot! Abwechslung bieten frische
Zweige, die samt Blättern verfüttert werden können
(z.B. Birke, Obstbaumzweige, Haselnuss usw.). Selbstverständlich darf
sauberes Wasser (in einem stabilen Napf oder einer gut
erreichbaren Trinkflasche) nicht fehlen. Das Wasser sollte täglich gewechselt
werden. |
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| Haltungsbedingungen bei Außenhaltung |
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Kaninchen können gut ganzjährig in Außenhaltung gehalten werden. Die
Kaninchen sollten etwa ab Mitte Mai, wenn es nachts keinen Bodenfrost mehr gibt,
an die Außenhaltung gewöhnt werden. Nur dann können die Kaninchen im Herbst ein
ausreichendes Winterfell entwickeln. Kaninchen benötigen immer einen
eingezäunten Auslauf. Dieser sollte pro Kaninchen mindestens 3
qm, für zwei Tiere also mindestens 6 qm aufweisen, um
den Tieren genug Möglichkeiten zur Bewegung zu bieten. Auslauf ist für Kaninchen
auch in der Winteraußenhaltung gesund und notwendig. Die Bewegung hält sie warm
und Kaninchen vertragen sogar Schnee im Auslauf problemlos, wenn sie ein dickes
Winterfell haben. Vor allem im Hochsommer müssen die Kaninchen vor Überhitzung
geschützt werden. Langhaarigen Tieren sollte man das Fell kürzen und es müssen
kühle und schattige Plätze angeboten werden. Der Auslauf muss von allen
Seiten gesichert werden. Um Marder, Raubvögel, Katzen und andere Jäger aus dem
Gehege raus zu halten und um zu verhindern, dass die Kaninchen sich aus dem
Gehege buddeln oder heraus springen, muss das Gehege auch von unten und von oben
gesichert werden. Im Außengehege sollte, je nach Anzahl der Bewohner, mindestens
eine winterfeste, gut isolierte Schutzhütte vorhanden sein. Die Schutzhütte darf
nicht in der prallen Sonne stehen, die Tiere dürfen darin keinem Durchzug und
keiner Nässe ausgesetzt werden. In sehr kalten Wintern müssen die Tiere vor
allem in der Nacht mit Wärme versorgt werden. Dafür eignet sich ein spezielles
Wärmekissen, das in den isolierten Stall gelegt wird oder man kann eine
Wärmelampe anbringen. Allerdings müssen die Kaninchen selbst entscheiden können,
ob sie die Wärme nutzen wollen oder nicht - zwei Schutzhütten sind daher
notwendig! In freier Wildbahn legen sich die Kaninchen unterirdische Baue an, in
denen die Temperatur nicht so stark absinkt, wie über der Erde. Bei unseren
Hütten über der Erde müssen wir die Wärme künstlich zuführen! Wir
vermitteln keine Kaninchen in Stallhaltung, es muss immer ein ausreichend großes
Gehege rund um die Uhr zur Verfügung stehen! |
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