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Pressemeldung Landestierschutzverband

Meldung vom 6. Mai 2005

Vorsicht Zecken ! In Wald und Wiese gefährden sie gegenwärtig nicht nur Menschen, sondern auch Heimtiere, insbesondere Hunde und Katzen.

Geschwollene Gelenke, Mattigkeit und Fieber weisen auf eine Borreliose hin.

Landestierschutzverband empfiehlt dringend eine vorbeugende Behandlung von Hunden gegen diese gefährliche Infektionserkrankung.

 

Die Borreliose ist eine durch Zecken übertragene bakterielle Infektion. Hauptüberträger sind die Zeckenarten Holzbock, die braune Hundezecke oder die Auwaldzecke. Erste Krankheitssymptome treten erst Tage oder Wochen, nachdem sich die Zecke an der Haut des Tieres festgesetzt und zu saugen begonnen hat, auf. Zunächst zeigen sich beim Hund eher unspezifische Anzeichen, wie Müdigkeit, Appetitlosigkeit und Fieber. Ein deutliches Symptom für eine Borreliose sind einsetzende Gelenksentzündungen, vor allem bei den Gelenken der Vorder- und Hinterläufe. Dies ist für den Hund sehr schmerzhaft und er beginnt zu lahmen. Im weiteren Verlauf kann es zu irreversiblen Schädigungen des Nervensystems und der lebenswichtigen Organe kommen. Eine Heilung ist nur möglich, wenn die Behandlung bereits im Anfangsstadium der Infektion begonnen wird. Deshalb sollte schon beim Auftreten der ersten Symptome der Tierarzt aufgesucht werden.

Deshalb rät der Landestierschutzverband dringend zur Prophylaxe, wie beispielsweise mittels sog. „spot-on-Präparate“. Diese werden auf die Haut aufgetragen und halten die Zecken erfolgreich ab. Sollte sich doch einmal eine Zecke festsaugen, wird sie durch den Wirkstoff abgetötet. Die Behandlung wird i.R. alle vier Wochen wiederholt.

Zudem steht für Hunde ein Impfstoff zur Verfügung, der auch für Welpen ab der 12. Lebenswoche eingesetzt werden kann. Um einen ausreichenden Impfschutz zu erreichen, muss das Tier zweimal im Abstand von drei bis fünf Wochen geimpft werden. Ideal ist es, die Impfung vor dem Aktivwerden der Zecken im Frühling vorzunehmen - ob eine Impfung sinnvoll erscheint sollte jedoch mit dem Tierarzt abgesprochen werden.

Das Risiko einer Ansteckung besteht quasi überall, denn jede dritte Zecke trägt den Borreliose-Erreger in sich. Die Zecken lauern in hohem Gras, im Unterholz, an Waldrändern und Lichtungen, in buschreichen Gegenden aber auch in den städtischen Parkanlagen und im heimischen Garten.

Was gilt es zusätzlich zu beachten: Beim Gassi-Gehen sollte man Gebiete mit Unterholz oder hohen Gräsern und Farnen meiden. Nach jedem Spaziergang ist es unbedingt zu empfehlen, das Tier eingehend nach Zecken absuchen. Die blutsaugenden Tiere bevorzugen warme und dünne Hautstellen, wie Achsel- und Leistengegend, aber auch im Nacken- und Kopfbereich sind sie zu finde. Um Zecken zu entfernen dreht man diese mit einer speziellen Zeckenzange möglichst ohne Zug heraus. Beachtet werden muss, dass der Kopf nicht in der Haut verbleibt und der Hinterleib beim Herausdrehen nicht zerquetscht wird.

 


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