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03.06.2005 Kranker Mäx sucht neues Heim

NWZ

Erscheinungsdatum: Freitag 03.06.2005

TIERE / Berner Sennenhund hat schweres Schicksal hinter sich

Kranker Mäx sucht neues Heim

Es ist ein schweres Hunde-Schicksal: Tagelang wachte Mäx neben seinem toten Herrchen. Jetzt muss er selbst dringend operiert werden. Das Göppinger Tierheim richtet jetzt einen Hilferuf an die Kreisbewohner.

 

 
Mäx sucht ein Zuhause. Der neunjährige Bernersennen-Mischling hat eine Operation vor sich. FOTO: PRIVAT

Göppingen · Was der neun Jahre alte Berner Sennenhund Mäx in den vergangenen Tagen erlebt hat, lässt viele erschaudern. Sein Herrchen starb in der Wohnung und Mäx wachte tagelang neben dem toten Mann, bis das Drama entdeckt wurde, berichtet Barbara Stangl vom Göppinger Tierheim Ulrich Schol. Im Tierheim fand Mäx zunächst Obdach. Doch sein Schicksal erwies sich als noch schwerer.

Der Tierarzt entdeckte bei einer Untersuchung, dass beide Hüftgelenke stark deformiert sind. Das könne beim Gehen sehr starke Schmerzen auslösen, sagt Barbara Stangl, und der Hund versuche durch eine Fehlbelastung anderer Gelenke, diese Krankheit auszugleichen. Mehrere Fachleute rieten dringend zu einer Operation. Von den Gelenken abgesehen, sei Mäx in einem guten gesundheitlichen Zustand, berichtet die Tierfreundin. Herz, Lunge, Körperbau und Kondition seien hervorragend.

Auch wenn der Tierschutzverein, für den Stangl die Öffentlichkeitsarbeit macht, die Operation für den gutherzigen Mäx bezahlt und organisiert, gibt es noch ein Problem, das mit einem Hilferuf an die Bevölkerung gelöst werden soll: Nach der Operation braucht Mäx dringend für sechs Wochen einen Pflegeplatz, besser noch ein neues Zuhause.

 


Denn nach dem Eingriff dürfe die operierte Hüfte für einige Zeit nur schwach belastet werden und Mäx brauche viel Ruhe. Die sei im Tierheim nicht gegeben. Deshalb stellen sich die Tierschützer einen ruhigen Pflegeplatz eventuell mit Garten vor, in dem sich der Hund viel besser von seiner Operation erholen könne als in dem hektischen Tierheim. Nur kurze Spaziergänge müssten unternommen werden.

Liebenswerter Freund
"Ohne den Pflegeplatz können wir die Operation nicht machen lassen", stellt Stangl klar. Für den treuen Genossen Mäx wünscht sie sich, dass sich jemand findet, der ihm zu einer unbeschwerteren Zukunft verhilft. "Mit seinen neun Jahren strahlt der Hund sehr viel Gelassenheit und Ruhe aus. Er ist ein ganz liebenswerter Freund und Kumpel, der es verdient hat, noch etwas Glück in seinem Leben zu haben", sagt die Tierfreundin.

INFO
Wer für den Bernersennen-Mischling Mäx einen Pflegeplatz anbieten kann, sollte Kontakt aufnehmen mit dem Tierheim oder mit Barbara Stangl.

 


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