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Neue Impulse u. Anregungen sammeln bzgl. Tierheim und Tierheimtiere, die
Kommunikation mit kompetenten Fachleuten suchen, ein Gedankenaustausch mit
Gleichgesinnten, welche sich ebenfalls der „Wegwerfware Tier“ annehmen, dies
sind einige der Beweggründe der “Aktiven Ehrenamtlichen“ des Vereins, einen
Vereinsausflug zu organisieren.
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Das Reiseziel sollte der Gnadenhof „Lebenswürde für Tiere e. V.“ in Amtzell
sein. Dies ist ein Gnadenhof ganz besonderer Art, welcher den von Menschen
geschundenen und beschädigten Tieren wieder ein Vertrauen zum Menschen
vermitteln möchte und ihnen ein Leben in Würde ermöglichen soll. Die
hauptverantwortliche Person für diesen Gnadenhof ist Frau Christiane Rohn. Schon
einmal hatten wir den Kontakt zu dieser besonderen Frau gesucht, da wir mit
einem extrem schweren Tierschutzfall die Hilfe und den Rat einer kompetenten
Person benötigten und in Frau Rohn auch gefunden hatten. Fernsehsendungen und
Interviews im Radio mit Frau Rohn im vergangenen Jahr sowie auch ihr im Dezember
erschienenes Buch “Man nennt mich die Hundeflüsterin“ bestärkte uns darin, dass
dies das richtige Ziel unseres Ausfluges ist.
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Eine Gruppe von 40 aktiven ehrenamtlichen Mitgliedern machte sich mit großer
Vorfreude auf die Reise nach Amtzell, wo sie aufs herzlichste empfangen wurde.
Beeindruckend war ein Rundgang auf dem sieben Hektar großen Gelände, wo ständig
ca. 300 Tiere beherbergt werden. Meist stammen diese Tiere aus Beschlagnahmungen
(aggressive, schwer misshandelte oder nicht artgerecht gehaltene Tiere). Neben
dem Hauptanteil, welchen Hunde und Pferde bilden, leben dort auch Schweine,
Ziegen, Enten, Gänse, Schafe, Esel u.v.m. Sogar Lamas, Guanakos und ein Kamel
haben dort ein friedliches Zuhause erhalten. Ihr vorheriges Leben verbrachten
sie, abgemagert und krank, bei kleinen Wanderzirkussen, wo sie im Winter in
Fußgängerzonen auch noch zum Betteln benutzt wurden.
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Das Hauptinteresse unserer Gruppe galt aber den Hunden und deren Schicksale,
wodurch sie auf den Hof kamen. Dabei war zu erfahren, dass das aggressive
Verhalten vieler Hunde auf Angst zurückzuführen ist und die Hunde daher
versuchen, sich zu wehren. Diese Erkenntnis bestätigt immer wieder, dass die
Verständigung zwischen Hund und Mensch gestört wurde und wieder aufgebaut werden
muss. Kann den Hunden das Vertrauen zum Menschen wieder vermittelt werden, sind
sie auch zu einer neuen Partnerschaft mit dem Menschen bereit. Aber meist ist
dies ein sehr langer Weg, welcher viel Geduld und Einfühlungsvermögen erfordert.
Sehr interessant für unsere Gruppe war auch die Vermittlungsart dieser Tiere.
Der Hund sucht sich seinen neuen Herrn aus. Das wichtigste hierbei ist, wie der
Hund auf den Menschen reagiert, bevor es zu weiteren Kontaktaufnahmen und einer
endgültigen Vermittlung kommt.
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Ein weiterer Schwerpunkt für uns war das Arbeitsgelände, wo Frau Rohn den
Hunden auf spielerische Art ohne Gewalt hilft, wieder ein Vertrauen zum Menschen
zu erlangen. Ihre Art der Arbeit beruht auf dem Respekt vor dem Tier, der
genauen Beobachtung, einem großen Einfühlungsvermögen und Erfahrungen mit über
3000 Hunden, wobei zu betonen ist, dass jedes Tier ein Individuum verkörpert.
Frau Rohn hat die Gabe, sich in die Psyche der einzelnen Tiere hineinzudenken
und zu erspüren.
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Nach dieser lehrreichen Führung fand in einer sehr freundschaftlichen
Atmosphäre ein reger Gedankenaustausch mit Frau Rohn statt. Gemeinsam fühlen wir
uns verpflichtet, den „beschädigten Seelen“ der Tiere zu helfen. Aber ohne die
Unterstützung der Gemeinden, ohne die Spendenbereitschaft der Bevölkerung ist
diese wichtige Aufgabe nicht zu bewältigen. Mit neuem Mut und neuer Bestätigung
zu unserer meist ehrenamtlichen Tätigkeit für unsere Tierheimtiere ging unsere
Reise weiter in Schussenrieder Bierkrugmuseum mit angeschlossener
Erlebnisbrauerei.
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| Dort konnten wir unseren Hunger und Durst stillen. |
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Nachdem uns der gemietete Bus wieder wohlbehalten im Tierheim ablieferte ging
ein lange, erlebnisreicher und sehr schöner Tag zu Ende.
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