Unsere Tiere
 Sorgenkinder
 Fundtiere
 Suchmeldungen
 Tier aus TH mitnehmen
 Tier im TH abgeben
 Zuhause gefunden
 Jahr 2012
 Jahr 2011
 Jahr 2010
 Jahr 2009
 Jahr 2008
 Jahr 2007
 Jahr 2006
 bis Jahr 2005
 Regenbogenbrücke
Tierschutzverein Göppingen und Umgebung e.V.
Träger des Tierheims »Ulrich Schol«
   Home       Tiere       Tierheim      Projekte      Spenden      Verein      Presse      Infos      Kontakt   
Coco

Wir drei haben uns prima aneinander gewöhnt. Coco ist noch immer ganz Dame, das heißt etwas zurückhaltend. Und doch zeigt sie uns Ihre Zuneigung inzwischen sehr deutlich. Kraulestunden sind angesagt - natürlich nur, wenn s i e will! Klar, das akzeptieren wir. Beissen tut sie nur noch ganz zart und auch nur dann, wenn es zum Spiel passt. Also Verletzungsgefahr besteht keine mehr! Ab und zu "schnappe" ich mir Coco und trage sie eine Weile auf dem Arm spazieren. In Verbindung mit "Halskraulen" geht das so etwa 5 Minuten.


Dass wir akzeptiert wurden als "Bedienungspersonal" zeigt sie uns, indem sie uns ebenso versorgt, wie wir sie, nur mit anderen Materialien: Sie bringt Mäuse und Vögel und wir können ihr nicht verständlich machen, dass wir diese Produkte nicht zu unseren Lieblingsspeisen zählen.

Im Garten unserer Nachbarn steht ein Pfirsichbaum. Auf dessen Gipfel gibt es eine Stelle, von der man äußerst günstig die Vögel auf dem Dach beäugen kann - Lieblingsplatz unserer Coco!

Vor dem Haus streckt sich Coco oftmals lang und aalt sich in der Sonne. Kommt jemand des Wegs und möchte sie etwa streicheln, wetzt sie wie angebrannt hinter's Haus und sucht bei uns Schutz. Wenn wir sie dann empfangen, behandelt sie uns wie langjährige Freunde!!

Kater in unserer Nachbarschaft wurden auf Coco aufmerksam. Verständlich, denn sie ist ja wirklich eine Katzenschönheit. Einer ist ganz besonders wild! Er ließ sich auch nicht durch mein Auftauchen einschüchtern! Schon zweimal wurde bei der Jagd (uns ist allerdings nicht ganz klar, wer wen jagt!!) die Katzenklappe am Hauseingang eingerissen. Der Nachbarkater kommt Gott sei Dank nicht durch die Klappe, er trommelt nur tierisch mit den Pfoten drauf. Nachbarn fragten uns schon, was denn bei uns los sei. - Wir beruhigten sie.

Die Annäherung beider Katzen brachte jedoch auch schon Tierarztbesuche mit sich. Coco bekam ein paar Schläge ab, die sich entzündeten. Also, wieder Gang zum Tierarzt, wenn auch widerwillig, denn durch Sterilisation und Impfung muss Coco schlechte Erinnerungen haben.

Beim ersten Tierarztbesuch (nach einem entzündeten Zeckenbiss) fühlte sie sich offensichtlich "ausgesetzt". Erst als wir zurück waren, kam die Beruhigung. Und danach nutzten wir die Schmiegsamkeit unserer Schönen, um zusätzliche Sympathiebeweise zu kassieren!! Egoistischer Mensch, der man ist, genießt man so etwas!

Mein Mann, Karl, ist als Futtergeber bei Coco einprogrammiert (Kann ich verstehen, da ich weiß, was es da für Leckereien gibt!). Da er in der Nacht Medikamente einnehmen muss, ist das für Coco eine zusätzliche Füttermöglichkeit. Dafür weckt sie uns pünktlich zwischen 5:30 und 6:00 Uhr. Wir schlafen bei offenem Fenster, haben die Schlafzimmertüre geöffnet und bieten daher direkten Zutritt. Ein kurzes Miau heißt so viel wie; wollt Ihr eigentlich gar nicht aufstehen?

Unsere Enkel arrangierten sich bestens mit Coco: Paul lässt sie beim Eisenbahnfahren auf der Platte liegen; sie steigt durch Spielsachen hindurch. Und Emely strampelt freudig aus der Ferne.

Alles in allem - eine glückliche Gemeinschaft mit unserem Katzentier!
Die ersten zwei Wochen mit Kätzchen Coco

1. Tag - Sonntag, 22. Dezember 2002
Tierheim Göppingen: Abholung von Coco: 8 Monate alt. Geboren am 30.04.2002, viele weiße Haare und schwarze Flecken - sehr unkoordiniert verteilt. Ein Auge "läuft" etwas. Das sei eine frühere Erkältung, man könne nicht sagen, ob es jemals ganz verheilen werde. Na ja - wir scheinen anziehend zu wirken auf Katzen mit Augenproblemen!! (Unsere verstorbene Purzel hatte nur ein Auge!). Coco ist sehr scheu und zurückhaltend. Als wir im Tierheim waren, kam sie jedoch recht rasch zu uns, spielte mit dem Band meiner Jacke - ließ sich allerdings nicht anfassen. Sie wurde im Juli ins Tierheim gebracht und konnte noch nicht vermittelt werden, weil sie bedingt durch ihre Angst auch mal nach den Leuten geschlagen hatte. Da sind wir ja gespannt, wann sie uns akzeptieren wird!

Im Auto auf der Heimfahrt ließ sie sich bereits von mir streicheln; durch das Gitter des Korbes konnte ich meine Finger stecken und ihren Hals bearbeiten. In der Wohnung stellten wir den Korb auf den Wohnzimmertisch, so dass sie Überblick auf die neue Umgebung bekommen konnte. Nach einer halben Stunde im offenen Korb sitzend hüpfte sie auf einen Stuhl und sprang sofort unter den alten Wohnzimmerschrank. Auf dem Blechkasten darunter drückte sie sich in die hinterste Ecke. Da kam sie auch nicht mehr hervor. Das Fressen nahm sie unterm Schrank entgegen. Ihr Niesen klingt wie das Schnauben eines Pferdes!!

2. Tag - Montag, 23. Dezember 2002
Unterm Schrank war sie nicht mehr; wir fanden sie in der Ecke neben dem Sofa und dem Bücherregal versteckt, auf dem nackten Parkett! Allerdings musste sie in der Nacht zumindest ihre Kiste inspiziert haben - es lagen Steinchen außerhalb. Ein "Geschäft" hat sie jedoch nicht reingemacht. Tagsüber "besuchten" wir sie immer wieder. Als ich ihr am Nachmittag eine Wolldecke "unterschob", flüchtete sie kurz, kam aber gleich wieder nach hinten. Wolle spielen: kein Interesse. Faden nachrennen: kein Interesse. Streicheln: bloß nicht. Aber schon jetzt drückt sie symbolisch die Augen zu, wenn man länger auf sie einspricht. 19:15 Uhr: Sie läuft in die Küche - und gleich wieder unter den alten Schrank im Wohnzimmer. Fressen also unterm Schrank. 19:45 Uhr: Die Blase drängt, also schreitet sie auf ihre Toilette im Flur vor der Küchentür. Inspektion der Küche: Sie sieht sich im Glas des Herdes - nein, kein Spielpartner! Bei unserem Abendbrot 1. Versuch: Schinkenwurst. Schmeckt prima! 2. Versuch: Butter auf dem ganzen Teller verstrichen: schmeckt prima. Und das alles nach einem großen Teller Katzenfutter! Kurze Inspektion des Wohnzimmers - und ab hinters Sofa! Spät, so gegen 22:45 Uhr lässt sie sich auf ein Spielchen ein. Kaut am Geschenkband; vermittelt das Gefühl: es kann noch was werden!

3. Tag - Dienstag, 24. Dezember 2002
Tagsüber versteckt sich Coco in der Ecke zwischen Sofa und Bücherregal. Während des Kochens keine Möglichkeit, sie aus der Versteckecke zu locken. Nur der Besuch der Toilette wird praktiziert. Die Nacht nutzt Coco für Erkundigungen. Was gab es da alles zu erforschen! Das Wohnzimmer! Coco: Nun stellen die da extra einen Tannenbaum auf! Für mich??? Zuerst auf Tauchstation hinter dem Sofa vor dem Bücherregal, und dann abwarten. Relative Ruhe bis nach 16 Uhr. 19:30 Uhr Abendbesuch: Oma von oben. Inzwischen Coco`s Inspektion des hinteren Zimmers. Um 22:10 gnädiger Besuch im Wohnzimmer. Einstieg in das Spiel: " Ich renne nach dem Bändchen". Kurz wird der Eindruck der Annäherung vermittelt. Danach wieder Rückzug. 0:17 Uhr.

4. Tag - Mittwoch, 25. Dezember 2002 - 1. Weihnachtsfeiertag
Heute ist Besuch angesagt. Aus Pforzheim : Oma und Opa Becker. Aus Ludwigsburg: Die Kinder, Robert und Peggy, mit Kindern: Linda, Paul und Emily. Mittagessen um 12:30 Uhr. Oma Lepski und Rainer, ein Freund von Robert aus Hamburg kommen auch noch. Das sind einfach zu viele Leute. Gott sei Dank sucht keiner den Kontakt mit Coco; das wäre einfach zu viel. Bis abends also: Tauchstation zwischen Bücherregal und Sofa. Später Kontaktnahme mit der Hängepflanze auf der alten Nähmaschine. Die Pflanze hängt ihre Blätter bis zum Boden - und das reizt natürlich- Danach wieder das Spielchen-Zeremoniell bis ca. 24 Uhr.

5. Tag - Donnerstag, 26. Dezember 2002 - 2. Weihnachtsfeiertag
Ruhe und kein Stress. Jetzt turnt Coco schon um die Beine des Futterspenders. Kurzes Streicheln war möglich, aber nur deshalb, weil sie kurz abgelenkt war. Der Tannenbaum wird kaum beachtet; nur kurzes Schnuppern. Am Nachmittag schnupperte sie kurz an meinen Füßen. Am Abend wollte sie auf den Hocker hüpfen, sah mich im letzten Moment - und ging wieder zurück. Putenbraten schmeckt ausgezeichnet, sogar aus der Hand!

6. Tag - Freitag, 27. Dezember 2002
Das Frühstück wird bereits in großer Vertrautheit eingenommen. Karls Fuß als Holzpflock eingestuft und hängen geblieben. Sie flüchtet nicht mehr bei jeder Gelegenheit in ihre Ecke, sondern sucht unsere Gesellschaft. Allerdings: bei hektischer Bewegung sofort ab ins nächste Zimmer! Zum Mittagessen gibt es Reste der Pute. Lockmittel für Streicheleinheiten. Zum ersten Mal lässt sich Coco längere Zeit streicheln und schmust sich - teils mit heftigen Stößen ein. Am Nachmittag machen wir einen Ausflug. Somit kann sich Coco heute von uns erholen. Zurück kommen wir um 22 Uhr. Coco empfängt uns neugierig und ist sehr munter bis 24 Uhr.

7. Tag - Samstag, den 28. Dezember 2002
Heute längere Streicheleinheiten beim Füttern (von der Pute haben wir einen größeren Vorrat als Katzenfutter erklärt!). Schnurren während der Futter-Schmuseaktion, dass sich die Balken biegen. Der Topf mit Katzengras findet Gefallen. An der Wohnzimmertür sitzt Coco schnatternd, wenn draußen die Vögel sich im Knöterichbusch geschäftig herumtreiben. Die warme Fensterbank wird eingenommen, dafür muss die Weihnachtsdekoration Platz machen. Erstes Dekorstück (Papierstern mit Tesa an der Scheibe befestigt) wird begutachtet - und abmontiert. Vielleicht meint sie, Weihnachten sei ja vorbei? Mittagessen: erster Sprung auf den Stuhl. Unsere Abwehr, als sie die Pfoten auf den Tisch legen wollte, nahm sie an. Mal sehen, ob das anhält. (Sonst müssen wir halt wie bei unserer bisherigen Mieze weiterhin schwindeln, wenn wir angeben: "Unsere Katze geht nicht auf den Tisch"!) Am Abend legt sie sich auf den Wollteppich zu Karl aufs Sofa.

8. Tag - Sonntag, den 29. Dezember 2002
Heute kommt Enkeltochter Linda (12) zu Besuch. Sie hat den direkten Draht zu Tieren. Coco ist ganz schön zutraulich. Sie hält sich den ganzen Tag in unserer Nähe auf, futtert mit und lässt sich schon 5 Minuten lang streicheln. Abends kurzer Besuch in Linda's Schlafstube - aber, gleich wieder zurück.

9. Tag - Montag, den 30. Dezember 2002
Wir sind morgens kurz weg, um einzukaufen. Sonst in ständigem Kontakt mit der inzwischen streichelfreudigen Coco. Heute sie erstmals die Hürde überschritten, lässt sie sich kraulen und schmust mit. Dabei legt sie sich auf den Boden und wälzt sich immer wieder in eine andere Position. Man muss nur aufpassen, und nicht in ihrer Kopfnähe agieren, weil sie sonst urplötzlich erschrickt und das Weite sucht oder beißt. Ansonsten: Neugierig, verspielt und fressgierig. Nach ihrem "Geschäft" wird eine geballte Ladung Streu aufs Parkett gedonnert, als hätten wir dort Glatteis zu bekämpfen!

10. Tag - Dienstag, den 31. Dezember 2002
Linda fährt wieder heim, ganz früh morgens, um ihren Reittermin nicht zu verpassen. Die Knaller, die bereits heute immer wieder losballern, stören Coco eigentlich fast gar nicht. Für den Abend haben wir Gäste eingeladen. Unsere Mieze zeigt sich von der kommunikativen Seite und mischt sich mehr oder weniger unters Volk - königlich: mit gebührendem Abstand, versteht sich. So nach dem Motto: Ihr könnt mich ruhig bewundern, mehr aber auch nicht! Am Nachmittag gaben wir erstmals die Katzenklappe der Wohnungstür zum Hausflur frei, damit Coco eventuell in der Silvesternacht in den unteren Kellerbereich gehen kann. Katzenklappe ist klasse - Keller muss nicht sein. Die Häppchen schmecken vorzüglich. Probiert wird fast alles. Je nach Geschmacksrichtung ist streicheln gleich während des Fressens erlaubt, ansonsten muss "das Personal" halt etwas warten.

11. Tag - Mittwoch, den 01. Januar 2003
Das neue Jahr begann mit noch größeren Vertrauensbeweisen. Die Schmusestunde wird inzwischen richtig genossen. Nicht mehr nur von uns!! Coco hat ein unwahrscheinlich samtenes Fell. Und ein weiterer Genuss: Das Kinderbett im hinteren Zimmer, welches für die kleinen Enkelkinder reserviert ist, wenn sie bei uns schlafen. Na Prost! Das kann ja heiter werden. Zwischendurch spielt Coco mit Erdnuss, Papierball, Holzstückchen - was ihr halt so zwischen die Krallen kommt.

12. Tag - Donnerstag, den 02. Januar 2003
Heute war ein Tag zum Faulenzen. Wir machten morgens einen 1-stündigen Spaziergang. Coco erkundet weiter die Umgebung und rast immer wieder durch die Bude, als seien ihr Scharen von Verfolgern hinterher. Das ist bestimmt der Ausgleich dafür, dass sie sich den Garten durch die Glasscheibe betrachten muss - wo da doch so viele Vögel zwitschern! Am Abend kamen die Sternsinger - ausgerechnet ins Wohnzimmer! Ab hinters Sofa, sagte sich Coco. In der Nacht macht sie Erkundungstouren durch die Wohnung und den Hausgang.

13. Tag - Freitag, den 03. Januar 2003
Tagsüber üblicher Ablauf. Köstlich ist, dass sich Coco inzwischen fast auf Kommando in der Küche oder im Wohnzimmer langstreckt und sich nach Herzenslust kraulen und streicheln lässt. Ganz selten zuckt sie noch kurz zusammen, wenn die Hand aus einer nicht erwarteten Richtung kommt. Selbst kraulen am Hals und unterm Kinn ist genehmigt. Abends gehen wir zum Konzert nach Stuttgart. Die Einrichtung ist unversehrt bei unserem Heimkommen. Coco schlief auf dem Sofa. Allerdings hat sie eine neue Leidenschaft entdeckt: Erde aus dem Katzengrastopf rausschaufeln und Handball damit spielen. Das sieht zum Piepsen aus!

14. Tag - Samstag, den 04. Januar 2003
Die Nacht verbringt Coco entweder auf dem Sofa oder in ihrer selbstgewählten "Fluchtecke". Mehrmals am Tag kommt sie und miaut einen von uns an, was heißt: spielen oder kraulen. Und abends gegen 17 - 18 Uhr meldet sie Hunger an. Ansonsten wurde sie schon sehr vertraut; wir verdrängen jedoch noch immer den Versuch, sie auf den Arm zu nehmen. Wir warten einfach mal ab. Den Fensterplatz im Wohnzimmer räumten wir frei. Dort liegt sie gerne und - schaut nach den Amseln!

15. Tag - Sonntag, den 05. Januar 2003
Heute längeres Spielchen nach dem Frühstück. Danach üblicher Ablauf. Wir faulenzten. Coco auch. Zwischendurch angelt sie sich etwas aus dem Papierkorb, tobt damit. Am Abend schlüpfte sie durch eine kleine Öffnung unter unsere Badewanne. Kam jedoch nach 5 Minuten von alleine wieder zum Vorschein. Da müssen wir wohl längst Vergessenes beheben!! Erfreuliches: Cocos Auge hat sich um einiges gebessert! Vielleicht wird's doch noch! Das sollten sie über Ihren früheren Schützling einfach mal erfahren!

Einige Monate danach
Juli 2003- 7 Monate Gemeinsamkeit
Unsere Coco - jetzt leben wir schon 7 Monate gemeinsam unter einem Dach.


Navigation

Übersicht
zurück
weiter

Impressum - Seitenübersicht - Suche